Integration im Mittelstand - Wettbewerb um die besten Köpfe

Wirtschaft

10.02.2012

 

Die deutsche Wirtschaft nutzt das Potenzial von Einwanderern und Menschen mit Migrationshintergrund bisher nur eingeschränkt. Statt den Fachkräftemangel zu beklagen, sollten Unternehmen und Politik aktiv daran arbeiten, die bereits in Deutschland vorhandenen Ressourcen optimal auszuschöpfen, sagt Bülent Uzuner, Vorstandsvorsitzender der BTC AG.

 

Ob als Unternehmer, Angestellter oder Arbeiter – Einwanderer und Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Integration im Mittelstand Wettbewerb um die besten Köpfe Die deutsche Wirtschaft nutzt das Potenzial von Einwanderern und Menschen mit Migrationshintergrund bisher nur eingeschränkt. Statt den Fachkräftemangel zu beklagen, sollten Unternehmen und Politik aktiv daran arbeiten, die bereits in Deutschland vorhandenen Ressourcen optimal auszuschöpfen, sagt Bülent Uzuner, Vorstandsvorsitzender der BTC AG. Von Bülent Uzuner Ob als Unternehmer, Angestellter oder Arbeiter – Einwanderer und Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Bundesweit sind laut einer Studie des Sachverständigenrats der Wirtschaft zurzeit 587.000 Menschen mit Migrationshintergrund als Selbstständige tätig. Ihre Unternehmen bieten insgesamt rund 2,5 Millionen Menschen Arbeit. Allein 80.000 türkische Selbstständige mit etwa 380.000 Mitarbeitern erwirtschafteten 2010 einen Umsatz von rund 40 Milliarden Euro. Sie investieren jährlich acht Milliarden Euro in Deutschland.


Die Bedeutung von Unternehmern mit Migrationshintergrund wird weiter zunehmen. So geht der Verband Türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa (ATIAD e.V.) davon aus, dass sich die Zahl der Unternehmer mit türkischen Wurzeln in den nächsten zehn bis 15 Jahren auf etwa 130.000 erhöhen wird. Diese werden dann rund 70 Milliarden Euro umsetzen, 750.000 Menschen beschäftigen und 18 Milliarden Euro in Deutschland investieren.

 

Wichtige Wachstumsimpulse

Die Politik sollte diese Entwicklung erkennen und unterstützen, indem sie die Unternehmensgründungen von Menschen mit Migrationshintergrund stärker fördert. Die deutsche Wirtschaft braucht diese Wachstumsimpulse dringend, da es aufgrund des demografischen Wandels zukünftig immer weniger Selbstständige geben wird. ATIAD geht derzeit davon aus, dass im Jahr 2050 rund 700.000 Selbstständige weniger am Markt sein werden. Dies korreliert mit aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamts, dass die Altersgruppe der 20- bis 65-Jährigen bis 2030 um 7,5 Millionen Menschen schrumpfen wird.

Das Handwerk hat bereits heute Nachfolgeprobleme. Die deutsche Wirtschaft ist auf dieses Berufsfeld jedoch dringend angewiesen. Hier sind neben der Politik auch die Handwerkskammern gefordert, für Meister mit Migrationshintergrund die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die Übernahme und Aufrechterhaltung ihrer Betriebe zu schaffen. Ebenso in anderen Bereichen, wie beispielsweise in der Pflege, ist die deutsche Gesellschaft auf Personal aus dem Ausland angewiesen. Ohne Pflegekräfte aus Osteuropa wäre der Pflegebereich in Deutschland vermutlich bereits kollabiert.

 

 

 

 

Um ausländische
Absolventen davon zu überzeugen, ihre Lebensplanung langfristig auf Deutschland zu fokussieren, spielt neben attraktiven Jobangeboten auch
die Aufnahme durch die Gesellschaft eine Rolle.

 

Hoher Fachkräftebedarf
Dieser Aspekt führt uns direkt zum viel zitierten Fachkräftemangel. Betrachtet man dieses Phänomen genauer, handelt es sich jedoch nicht um einen Mangel, sondern um einen Fachkräftebedarf. Denn noch immer gelingt es der deutschen Wirtschaft nicht, das Potenzial der zahlreichen ausländischen Studenten zu nutzen. Fast jeder zehnte Student an deutschen Hochschulen ist Ausländer. Diese interkulturell, sozial und fremdsprachlich kompetenten Akademiker sind meist hoch motiviert. Nach Ende des Studiums fassen jedoch viele ausländische Absolventen nur schwer Fuß in Deutschland, weil sie nicht genügend in soziale Netzwerke eingebunden sind.


Kehren sie in ihre Heimat zurück, gehen sie samt ihrer hervorragenden deutschen Ausbildung – eines der höchsten Güter Deutschlands – dem hiesigen Arbeitsmarkt verloren. Bei denjenigen, die bleiben wollen, stehen oft unzureichende Deutschkenntnisse einer Karriere im Weg. Hinzu kommen gesetzliche Hürden. So muss ein Absolvent ein Jahr nach Studienabschluss eine Arbeitsstelle vorweisen, andernfalls droht die Ausweisung.

Für die deutsche Wirtschaft bedeutet dies: Sie muss sich dem Wettbewerb mit den Herkunftsländern der ausländischen Studenten um die besten Köpfe stellen. Sie muss aktiv auf die potenziellen Mitarbeiter mit Migrationshintergrund zugehen. Das gilt insbesondere für den Mittelstand, da viele Absolventen Konzerne zunächst für attraktivere Arbeitgeber halten.

 

Werben um Absolventen
Die BTC AG beispielsweise engagiert sich unter anderem an der international ausgerichteten Jacobs University in Bremen, um dort persönliche Kontakte zu ausländischen Absolventen zu knüpfen. Einige dieser Akademiker sind heute bei der BTC in Deutschland und der Türkei tätig.


Neben Vorträgen an der Hochschule sollten mittelständische Unternehmen auch bezahlte Praktika und gut betreute Diplomarbeiten anbieten, um möglichst frühzeitig ausländische High Potentials an die eigene Firma zu binden. Wichtig ist, dass diese Kontaktpflege nicht als lästige Pflicht gesehen wird, sondern als die wichtige Bereicherung, die sie tatsächlich ist.

 

Wohlfühlfaktor beachten
Um ausländische Absolventen davon zu überzeugen, ihre Lebensplanung langfristig auf Deutschland zu fokussieren, spielen attraktive Jobangebote eine Rolle. Wichtig ist auch die Frage, ob und wie die Gesellschaft die Zuwanderer aufnimmt. Deutschland ist derzeit dabei, eine Willkommenskultur zu entwickeln. Dies sollte intensiviert werden. Darüber hinaus würde es im Hinblick auf junge Familien helfen, wenn sich der Bildungsbereich besser auf die Veränderungen in der Gesellschaft einstellen würde: Für Erzieher und Pädagogen sollte interkulturelle Kompetenz Bestandteil der Ausbildung werden. Immerhin hat bereits heute jedes zweite Kind, das eingeschult wird, einen Migrationshintergrund.


 

 

 

Bülent Uzuner ist Vorstandsvorsitzender der BTC Business Technology Consulting AG . 2010 erwirtschaftete das Unternehmen mit 1.659 Mitarbeitern einen Umsatz von 176,1 Millionen Euro. Die BTC AG ist an insgesamt 15 Standorten vertreten – auch in der Schweiz, der Türkei, Polen und Japan.

Göç Sempozyumu Berlin

Wirtschaft

11.10.2011

 

“Almanya ve Göç: 50.Yılında Almanya´daki Türkler”

Malumunuz olduğu üzere, 2011 yılı, Türkiye'den Almanya'ya başlayan işgücü göçünün 50. Yılı olması nedeniyle özel bir öneme sahip. Başkanlığımız tarafından 01-02 Kasım 2011 tarihlerinde Berlin'de düzenlenecek "Almanya ve Göç: 50. Yılında Almanya'daki Türkler" sempozyumu.

Daha fazla bilgi için www.gocsempozyum2011.org sayfasını tıklayınız.

Neue Homepage von TEWIFO jetzt Online

Bremen

20.07.2011

 

Wir zeigen uns online mit einem veränderten Gewand – unsere neue Website ist online. Nicht nur unser Design ist neu, auch die Funktionen der Seite sind erweitert worden.

 

Damit wollen wir unseren Mitgliedern und Personen, die es werden möchten, schnell und effektiv Nachrichten, Termine oder Presseartikel bereitstellen.  Darüberhinaus bestehen die Möglichkeiten sich über unseren Verein, unsere Leistung und unsere Ziele zu informieren.

 

Mit einem neuen Newsletter System werden wir gezielt Neuigkeiten verteilen können. Auch nicht Mitglieder können sich für unseren Newsletter anmelden, um so auf dem Laufenden gehalten zu werden. Wir versprechen uns davon eine größere Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Medien.

Selbstverständlich ist es auch für potenzielle Neumitglieder und Partner eine erste Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Zur Newsletter Anmeldung geht es hier entlang http://www.tewifo.de/newsletter-anmelden/

 

Interne sensible Themen werden natürlich nur an Mitglieder verteilt, dafür ist gesorgt. Doch auch in nahen Zukunft werden wir die Seite erweitern. So wird es einen internen Blog und ein Adressbuch geben, die nur von registrieren Mitgliedern einsehbar seinen wird. Darüber werden wir Sie rechtzeitig informieren.

 

Wir hoffen Ihnen gefällt die neue Seite.

Delegationsreise nach Izmir

Wirtschaft

09.03.2011

 

Vom 9. bis 11. März 2011 sind Herr Uzuner und Herr Can aus unserem TEWIFO-Vorstand mit dem Wirtschaftssenator Martin Günthner und Vertretern aus den Bereichen Hafenwirtschaft sowie Luft- und Raumfahrt in Bremens Partnerstadt Izmir gereist.

 

Ziel der dreitägigen Reise war es, das neue Bremen Invest Büro der Wirtschaftsförderung (WFB) offiziell zu eröffnen. Neben der feierlichen Eröffnung fanden in Izmir Gespräche mit hochrangigen regionalen Vertretern aus Politik und Wirtschaft statt.

 

 

 

2. März 2010: 5. Treffen des Ländernetzwerkes Türkei

News

02.03.2010

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum fünften Treffen des Deutsch-Türkischen Unternehmernetzwerkes

Sehr geehrte Damen und Herren,
zum fünften Treffen des Deutsch-Türkischen Unternehmernetzwerkes
am Dienstag, 2.März 2010, um 17.00 Uhr im Haus Schütting,
laden wir Sie herzlich in die Handelskammer Bremen ein.
Es würde uns sehr freuen, Sie an diesem Tag in der Handelskammer Bremen begrüßen zu dürfen.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung bis spätestens zum 25. Februar 2010.
Einzelheiten zum Programm und zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer.

Mit freundlichen Grüßen

TEWIFO-Vorstand
c/o Handelskammer Bremen
Am Markt 13
28195 Bremen

Tel. 0421 / 36 37 - 425
Fax 0421 / 36 37 - 197
can@handelskammer-bremen.de
www.handelskammer-bremen.de

TEWIFO-Auszeichnung 2008

News

10.03.2009

 

Auf unserer Mitgliederversammlung am 10.03.2009 hat unser Mitglied Bünyamin Şereflioğlu von Trio Reisen die TEWİFO-Auszeichnung 2008 erhalten.

Mit Zuversicht arbeitet er an seinem Erfolg und besitzt mittlerweile das größte Reisebüro, mehrere Schalter, eine Reiselounge und ein Cafe im Flughafen Bremen. Neben kundenfreundlichen Öffnungszeiten können Kunden in der Reiselounge im Flughafen Bremen Kaffee trinken, in Katalogen schmökern und den Internetzugang nutzen, um sich zu inspirieren oder die Wartezeit zu versüßen. Darüber hinaus werden sie von freundlichen und gut ausgebildeten Mitarbeitern beraten. Für Bünyamin Şereflioğlu ist guter Service unersetzlich, wenn man sich von Mitbewerbern absetzen will. 


Der gebürtige Bremer engagiert sich besonders für die türkisch-europäische Verständigung und Integration.


[links] Bünyamin Şereflioğlu (Trio Reisen)
[rechts] Ahmet Can (Vorstandsmitglied TEWİFO)

Podiumsdiskussion: Wirtschaftsboom in der Türkei-Chancen für die Metropolregion NordWest

Veranstaltung

02.11.2008

 

Vom 2. bis zum 10. November 2008 hat zum ersten Mal in Bremen eine Integrationswoche stattgefunden. Im Rahmen der ersten Integrationswoche haben wir als TEWIFO eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Wirtschaftsboom in der Türkei-Chancen für die Metropolregion NordWest“ veranstaltet, an der Vertreter deutscher und türkischer Unternehmer aus der NordWest-Region teilgenommen haben. 


Teilnehmer:
- Heiko Harms [Vorstandsmitglied EWE AG]
- Andreas Kottisch [Vorstandsmitglied ePhilos AG, Abgeordneter Bremer Bürgerschaft]
- Dicle Aktaş [Prokuristin Efefırat Feinkost GmbH]
- Prof. Désirée Kamm [Leiterin des Türkisch-Deutschen Wirtschaftsinstitutes an der HS Bremen]

Moderation:
- Bülent Uzuner [Vorstandsvorsitzender BTC Business Technology Consulting AG]

 

 

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