Handelskammer gründet Deutsch-Türkisches Unternehmernetzwerk

Wirtschaft

26.09.2008

 

Die Handelskammer hat ein Deutsch-Türkisches Unternehmernetzwerk ins Leben gerufen. Am Gründungstreffen (24.09.2008), zu dem die Handelskammer und das Türkisch Europäische Wirtschaftsforum Bremen-Nordwest (TEWIFO) eingeladen haben, nahmen zahlreiche Vertreter von Unternehmen und Institutionen mit deutsch-türkischem Außenhandelsbezug aus Bremen und dem Umland teil.

Ziel des neu gegründeten Netzwerks ist es, dass sich die Unternehmen bei ihrem Engagement im Geschäft zwischen Deutschland und der Türkei gegenseitig unterstützen. In Zukunft sollen regelmäßige Treffen interessierter Vertreter von Unternehmen aus der Region mit Erfahrungsaustausch und informellen Gesprächen stattfinden.

Deutschland ist seit langem wichtigster Handelspartner der Türkei. Der türkische Markt mit rund 73 Millionen Konsumenten und einer jungen Bevölkerung bietet in Deutschland ansässigen Unternehmen zahlreiche interessante Möglichkeiten des Engagements. Türkische Unternehmer setzen zudem in Deutschland jährlich rund 30 Milliarden Euro um und beschäftigen mehr als 350.000 Mitarbeiter.

Mit dem Deutsch-Türkischen Netzwerk knüpft die Handelskammer an eine Reihe bestehender Netzwerke an: Das Deutsch-Chinesische Netzwerk (DCN) mit mittlerweile mehr als 250 Mitgliedern trifft sich seit 2003 regelmäßig zum Erfahrungsaustausch. In dem seit 2004 bestehenden Indien Netzwerk Bremen (INB) sind über 150 Unternehmen als Mitglied eingetragen. Weitere für Bremen wichtigen Handelsregionen sind Osteuropa und Russland. Mit dem Osteuropa Netzwerk und dem Bremen-Russland Netzwerk hat die Handelskammer auch die Kontakte der in diesen Regionen tätigen Unternehmen enger geknüpft.

Kontakt
Deutsch-Türkisches Unternehmernetzwerk Bremen
Wiltrud Klostermann
Handelskammer Bremen
Tel.: 0421-3637-250
E-Mail: klostermann[at]handelskammer-bremen.de

 

[links] Bülent Uzuner (1. Vorsitzender TEWIFO)
[rechts] Ludwig Blomeyer (Deutsche Bank AG, Bremen)

 

 

[v.l.n.r.]
Isa Karaca (Mitglied TEWIFO)
Gökhan Saglik (Vorstandsmitglied TEWIFO)
Mustafa Kondel (stellv. Vorstandsmitglied TEWIFO)

Quelle: Handelskammer Bremen

Wir übernehmen Verantwortung

News

26.04.2007

 

Türkisch Europäisches Wirtschafts Forum (TEWIFO) organisiert Ausbildungsplätze

"Als Verein migrantischer Unternehmer haben wir die besten Zugangsvoraussetzungen und können die Betriebsinhaber auch in deren Muttersprache ansprechen", sagt Dr. Sabine Uzuner als Verantwortliche des TEWIFO Projektes zur Schaffung von Ausbildungsplätzen. Das Türkisch Europäische Wirtschafts Forum Bremen Nordwest wurde 2004 gegründet, das Ausbildungsprojekt vor knapp einem Jahr gestartet. Über 30 Aus wurden bereits akquiriert, in diesem Jahr sollen noch einmal mindestens doppelt so viele dazu kommen.


Im Verein TEWIFO sind derzeit etwa 50 ausländisch stämmige Unternehmerinnen und Unternehmer organisiert, keineswegs nur türkischen Ursprungs. Insbesondere viele Dienstleister und Handwerker stammen aus osteuropäischen Ländern. Der Verein unter Vorsitz des Unternehmers Bülent Uzuner will regionaler Ansprechpartner für arbeits- , wirtchafts- und migrationspolitische Belange sein. Der Verein will zu einer besseren Integration der ausländisch stämmigen Betriebe in das Wirtschaftsgefüge beitragen.

"Wir übernehmen ein Stück Verantwortung für diese Gesellschaft, sowohl für die deutschstämmigen Unternehmer als auch für Migranten erklärt Dr. Sabine Uzuner. Sie wird bei der Akquise von Ausbildungsplätzen von vier Kolleginnen und Kollegen unterstützt, die einerseits Schwellenängste bei Unternehmern ausländischer Herkunft gegenüber deutschen

Kammer und Behörden überwinden helfen, die andererseits Möglichkeiten und Vorteile von Ausbildung aufzeigen.

Bei der Schaffung der neuen Ausbildungsplätze hat sich gezeigt, dass diese Hilfestellung oft unerlässliche Voraussetzung ist, da die migrantischen Unternehmerinnen und Unternehmer die deutschen Spielregeln der Wirtschaft und des Ausbildungssystem oft nicht ausreichend kennen. "Wir übernehmen eine Art Brückenfunktion", erklärt Dr. Sabine Uzuner und gibt sich optimistisch, dass auf der anderen Seite der Brücke in diesem Jahr noch einmal rund 70 neue Ausbildungsplätze stehen werden. 252 migrantische Betriebe wurden im letzten Jahr besucht, die gleiche Zahl sieht für dieses Jahr auf dem Programm. Geschätzt gibt es in Bremen und der näheren Umgebung rund 2000 migrantische Unternehmen. (hpb)

< 1 2