Wir übernehmen Verantwortung

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26.04.2007

 

Türkisch Europäisches Wirtschafts Forum (TEWIFO) organisiert Ausbildungsplätze

"Als Verein migrantischer Unternehmer haben wir die besten Zugangsvoraussetzungen und können die Betriebsinhaber auch in deren Muttersprache ansprechen", sagt Dr. Sabine Uzuner als Verantwortliche des TEWIFO Projektes zur Schaffung von Ausbildungsplätzen. Das Türkisch Europäische Wirtschafts Forum Bremen Nordwest wurde 2004 gegründet, das Ausbildungsprojekt vor knapp einem Jahr gestartet. Über 30 Aus wurden bereits akquiriert, in diesem Jahr sollen noch einmal mindestens doppelt so viele dazu kommen.


Im Verein TEWIFO sind derzeit etwa 50 ausländisch stämmige Unternehmerinnen und Unternehmer organisiert, keineswegs nur türkischen Ursprungs. Insbesondere viele Dienstleister und Handwerker stammen aus osteuropäischen Ländern. Der Verein unter Vorsitz des Unternehmers Bülent Uzuner will regionaler Ansprechpartner für arbeits- , wirtchafts- und migrationspolitische Belange sein. Der Verein will zu einer besseren Integration der ausländisch stämmigen Betriebe in das Wirtschaftsgefüge beitragen.

"Wir übernehmen ein Stück Verantwortung für diese Gesellschaft, sowohl für die deutschstämmigen Unternehmer als auch für Migranten erklärt Dr. Sabine Uzuner. Sie wird bei der Akquise von Ausbildungsplätzen von vier Kolleginnen und Kollegen unterstützt, die einerseits Schwellenängste bei Unternehmern ausländischer Herkunft gegenüber deutschen

Kammer und Behörden überwinden helfen, die andererseits Möglichkeiten und Vorteile von Ausbildung aufzeigen.

Bei der Schaffung der neuen Ausbildungsplätze hat sich gezeigt, dass diese Hilfestellung oft unerlässliche Voraussetzung ist, da die migrantischen Unternehmerinnen und Unternehmer die deutschen Spielregeln der Wirtschaft und des Ausbildungssystem oft nicht ausreichend kennen. "Wir übernehmen eine Art Brückenfunktion", erklärt Dr. Sabine Uzuner und gibt sich optimistisch, dass auf der anderen Seite der Brücke in diesem Jahr noch einmal rund 70 neue Ausbildungsplätze stehen werden. 252 migrantische Betriebe wurden im letzten Jahr besucht, die gleiche Zahl sieht für dieses Jahr auf dem Programm. Geschätzt gibt es in Bremen und der näheren Umgebung rund 2000 migrantische Unternehmen. (hpb)